Einführung von Software Tools

In einer Schulung, an der ich gerade arbeite, geht es u.a. auch darum, wie man (Test-) Werkzeuge richtig in ein Unternehmen, Projekt, Arbeitsgruppe einführt. In meiner Literatur habe ich nichts Zusammenhängendes dazu gefunden und auch das wunderbare Internet hat nichts wirklich Ergiebiges erbracht. So habe ich mich mal hingesetzt und selber nachgedacht (mit Hilfe einiger Fragmente, die dann doch noch zu finden waren). Das Ergebnis werde ich hier mal (zumindest übersichtshalber) beschreiben:

Bei der Einführung eines neuen Tools handelt es sich um einen Prozess, in dem eine Reihe von Stufen durchlaufen werden. Das ganze stellt sich wohl wie folgt dar.
prozess
Alles fängt damit an, dass man eine “Problem” hat. Nein, nicht unbedingt in dem Sinne, dass es etwas schief läuft, sondern man sieht ein Defizit. Vielleicht wird der Verwaltungsaufwand für die Testdokumentation zu hoch (Word-Dateien), oder man möchte eine Testautomatisierung einführen, oder die Komunikation in der Abteilung läuft nicht rund, oder, oder, oder … - Es gibt also ein Problem. Aufgabe ist es, sich darüber im Klaren zu werden, was genau das Problem ist. Es kann z.B. sein, dass der Wunsch nach Testautomatisierung ein Defizit im Prozess verdeckt / überdeckt. Also: genau hinschauen und sich nach Möglichkeit selbst hinterfragen.
Formulieren sie als nächstes die Eigenschaften und Anforderungen an das Tool, die geeignet sind ihr Problem zu lösen. Versuchen sie dabei zunächst noch nicht an ein bestimmtes Produkt zu denken. Legen sie für jede dieser Anforderungen fest, ob diese ein “Muss” -, ein “Kann” -, oder “Nice-To-Have” - Kriterium ist und stellen sie alles in einer Liste zusammen.
Damit habe sie ein Dokument, mit dessen Hilfe sie an die Evaluierung möglicher Produkte vornehmen können. Mit solche einer Liste lassen sich auch die Mitarbeiter der jeweiligen Hersteller, die ein Präsentation bei ihnen machen wollen, zu schwitzen bringen. Die versuchen nämlich oftmals eigene Stärken in den Vordergrund zu rücken und gehen nicht wirklich auf ihre Belange ein. Ergänzen sie die Liste zu einer Matrix, aus der hervor geht, welches Werkzeug welche Anforderungen erfüllt. Wenn man die Erfüllung der “Muss” - Kriterien mit 3 Punkten (”Kann” = 2, “Nice-To-Have”=1) bewertet, erhält man eine Ranglist der Tools.
Zur Evaluierung gehören aber dann auch noch ein paar andere Dinge: Wie ist z.B. das “Look-and-Feel” der Software? Mein Tipp: Installieren sie von den Top 3 jeweils eine Demoversion des Tools und versuchen sie diese weichen Faktoren zu überprüfen.
Am Ende steht dann die Auswahl des Werkzeuges, dass bei ihnen eingeführt werden soll. Und das beschreibe ich demnächst einmal …

2 Kommentare zu Einführung von Software Tools

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